Kirsch / Hein / Ditzner CD Release Konzert im Wilhelm-Hack-Museum LU 5.6.2019

Ditzners Club, die Jazzreihe im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen

Stephan Kirsch, tb
Nicola Hein, gt
Erwin Ditzner, dr

Freier Jazz eines neuen Trios. Aus den Linernotes von Martin Laurentius auf der bei fixcel records erscheinenden CD:

Kirsch / Hein / Ditzner – NERVOUS

Im Grunde hat dieses Trio keinen Bandleader. Doch dass man sich zur Session im Studio getroffen hat, geht auf die Initiative von Stephan Kirsch zurück. nVor einer Weile lernte der Mittvierziger den gut zehn Jahre älteren Schlagzeuger Erwin Ditzner aus Ludwigshafen kennen, später traf er in Mainz den rund zehn Jahre jüngeren Gitarristen Nicola Hein. Und aus Kirschs Wunsch, mit diesen beiden Musikern zusammenarbeiten zu wollen, wurde bald Wirklichkeit: Man traf sich für einen Tag im Studio zur Aufnahmesession für das nun vorliegende Album „Nervous“.

Die Konstellation für dieses Trio ist leicht erklärt. Auf der einen Seite ist Ditzner, der sich ursprünglich als Bandmitglied der Mannheimer Mardi Gras BB tief in die Historie der (afro)amerikanischen Musik gewühlt hat, nun aber als Schlagzeuger trittsicher nicht nur an der Schnittstelle von, sondern exakt zwischen konkretem Beat und flirrendem Pulsieren agiert. Auf der anderen Seite ist der tatsächlich eine Generation jüngere Hein, der seine elektrische Gitarre nicht mehr nur als Musikinstrument begreift. Vielmehr ist sie für ihn ein Meißel, mit dem er im akustischen Atelier seine Klangskulpturen hämmert. Mittendrin steht Kirsch, der mit der Posaune Katalysator und Treibriemen für die beiden Extremen ist, um das freie Spiel der kreativen Kräfte dieses Trios zu lenken und zu begrenzen. Denn für alle drei gilt gleichermaßen, dass „echte“ Freiheit in der Musik Grenzen und Lenkung als Reibeflächen braucht, um bei den Akteuren das Feuer der Imagination zu entfachen.

| https://jazzpages.de/jazzkonzert/ditzners-club-kirsch-hein-ditzner-lu-190605/

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Kunstmuseum Stuttgart – Quartalsprogramm 04-06.2019 / KUBUS Sparda-Kunstpreis

KUBUS. SPARDA-KUNSTPREIS

SINJE DILLENKOFER – PETER GRANSER – ANNETTE KELM – ARMIN LINKE

bis 23. Juni 2019

2019 wird der von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart gemeinsam initiierte Kunstpreis »Kubus« zum vierten Mal vergeben. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Nominiert wurden in diesem Jahr vier Künstlerinnen und Künstler, die sich dem Medium Fotografie mit vielfältigen Konzepten zuwenden. Neben dem Preis der Jury lobt die Sparda-Bank Baden-Württemberg erneut einen Publikumspreis aus.

Sinje Dillenkofer (*1959 in Neustadt a. d. Weinstraße, DE) legt in ihren Fotografien die Differenzen zwischen Normalität und Absurdität offen. Die Brüche zwischen Realität und Inszenierung verweisen auf das nicht Sichtbare, das über die eigene Bildsprache der Fotografie wahrnehmbar wird.

Seit seinen Aufenthalten in Japan beschäftigt sich Peter Granser (*1971 in Hannover, DE) mit der Verbindung von zeitgenössischer Kunst und japanischem Teezeremoniell. Es verändert den Blick der Betrachter auf die Kunst und schafft ein Bewusstsein für Zeit und Leere.
Der 2015 in Stuttgart gegründete Projektraum ITO wird in der Installation »Zwischen/Raum« fortgeführt.

Die Aufnahmen von Annette Kelm (*1975 in Stuttgart, DE) orientieren sich auf den ersten Blick an den klassischen Genres der Fotografie wie Porträt und Stillleben. Bei genauerem Hinschauen aber verdichten sich ihre Inszenierungen zu Erzählungen. Das Verhältnis von Realität und Repräsentation bleibt offen und verweist die Betrachter auf das Sehen selbst.

Das umfangreiche Bildarchiv von Armin Linke (*1966 in Mailand, IT) bildet die Quelle seiner Recherchen zu unterschiedlichen Formen der fotografischen Repräsentation und Verschränkung von Geschichte und kollektivem Bildgedächtnis. »Image Capital«, ein mit der Fotohistorikerin Estelle Blaschke entwickeltes Langzeitprojekt, befasst sich mit der Vorstellung von Fotografie als Währung in einem digitalen Ökosystem.

| Quartalsprogramm 04-06.2019 – Kunstmuseum Stuttgart (PDF)

| Kunstmuseum Stuttgart

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Vormwald - Flying Black Man

Gerhard Vormwald Ausstellung im ZEPHYR – Raum für Fotografie Mannheim 14.4.-30.6.2019

Gerhard Vormwald, (*Heidelberg 1948 † Paris, 2016) arbeitete ursprünglich in Mannheim als Fotograf und erlangte internationale Beachtung. Seine kommerziell erfolgreichste Zeit hatte er zwischen den späten siebziger Jahren in Mannheim und den beginnenden 1990ern in Paris. Charakteristisch sind seine Fotos, bei denen er mittels verschiedener Apparaturen in seinem Atelier einsetzte, mit denen er scheinbar die Grenzen der Physik aufhob.

Drei Jahre nach seinem Tod macht sich ZEPHYR – Raum für Fotografie an eine Neubetrachtung und -bewertung seines Werkes. Die Ausstellung Gerhard Vormwald stellt einen ungewöhnlichen Künstler vor, der „als akribischer Tüftler mit Freude Regeln und Naturgesetze in Frage stellte und jenseits des Mainstreams als Künstler und kommerzieller Fotograf Erfolg hatte“.

Vormwald absolvierte ein Kunststudium an der Freien Akademie Mannheim und war Meisterschüler bei Prof. Hans Nagel. Später war er Fotograf am Nationaltheater Mannheim, bevor er sich mit einem eigenem Studio in Mannheim selbständig machte. 1982 übersiedelte er nach Paris und wurde zu einem der erfolgreichsten Werbefotografen seiner Zeit.

In den 1990er Jahren zog er sich von der Werbung zurück, verfolgte seine künstlerischen Arbeiten alledings mit Nachdruck weiter, und hatte bis 2013 eine Professur an der Hochschule Düsseldorf inne.

Er ver

Die Ausstellung wird in der Schatzkammer des Museums Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen gezeigt.

Begleitprogramm zur Ausstellung Gerhard Vormwald

06.05. 19 Uhr Studio VORMWALD

Wie war das in Gerhard Vormwalds berühmten Studios in Mannheim oder Paris?  Seine ehemaligen Mitarbeiter Thomas Petri, Jacob Ruhnau und Angelika Weimer sowie Franz Epping vom „STERN“ erzählen von ihrem Leben im und mit dem Studio VORMWALD in Mannheim und Paris.

12.05. 16 Uhr Michael Koetzle: Vom Eiffelturm bis La Defense, Paris in der Fotografie von 1899 bis heute

Der Vortrag des Münchner Publizisten Hans-Michael Koetzle skizziert vor dem Hintergrund historischer Gegebenheiten die wichtigsten Positionen in der fotografischen Auseinandersetzung mit Paris – von der Belle Époque bis zur postmodernen Gegenwart.

17.05. 19 Uhr PD Dr. Andrea Gnam: Verwegene Bauten, Hommage an die Provinz. Vormwalds französische Architektur-Capriccios

Andrea Gnam zählt zu den besten Kennern des Werks von Gerhard Vormwald. In ihrem Vortrag spricht sie über die extravaganten und bezaubernden Architekturphantasien Vormwalds. Diese halten unterhaltsam und mit leichter Hand unserem Bau und Ordnungswahn den Spiegel vor.

22.05. 19 Uhr Claude Sui und Thomas Schirmböck: Gaston Paris und Gerhard Vormwald in Paris

Die Kuratoren der Ausstellungen Gerhard VORMWALD und „Gaston Paris“ erzählen vom Zustandekommen der Ausstellungen und führen durch die verschiedenen Bilderwelten.

27.05. 19 Uhr Angelika und Markus Hartmann: Über die allmähliche Verfertigung der Ideen beim Büchermachen

Die Verleger Angelika und Markus Hartmann gehört mit ihrem Verlag Hartmann Books zu den spannendsten jungen Verlagen in Deutschland. Viele Jahre hatte Markus Hartmann das Programm von Hatje Cantz verantwortet, heute gewinnen ihre Bücher Preise. Sie sind formal wie inhaltlich herausragend und Hartmann ein exzellenter Kenner der internationalen Fotografie und ein Virtuose des „Schöne Bücher Machens“. Hören wir ihnen zu.

Weitere Termine und Informationen auf der Webseite www.zephyr-mannheim.com

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