Flusspferde am Oberrhein – Ausstellung im Naturkundemuseum Karlsruhe bis 27.1.2019

Die große Landesausstellung 2018„Flusspferde am Oberrhein – wie war die Eiszeit wirklich?“ im Naturkundemuseum Karlsruhe ist ein Erfolg. Die Ausstellung erklärt, wie Eiszeitalter entstehen, wann es tatsächlich Flusspferde im Rhein gab und wie die Welt am Oberrhein während der letzten Warm- und Kaltzeit aussah. Zum Thema der Ausstellung ist in der Reihe Karlsruher Naturhefte nun ein reich bebildertes Buch erschienen. Wie alle Bände dieser Reihe bietet auch diese Publikation über die Ausstellung hinaus umfassende Informationen. Das Buch ist im Museumsshop erhältlich und kann außerdem bei der Bibliothek oder beim Museumsshop bestellt werden.

Nicht nur bei Kindern beliebt sind die ausführliche Rallye zur Ausstellung und natürlich auch die zwei Audioguides für Erwachsene und Kinder. Mit einem „persönlichen Guide“ lässt sich die Ausstellung in Führungen erleben (Sonntagsführungen am 21. Oktober und am 18. November, Familienführungen am 14. Oktober und am 4. November und Themenführungen freitags am 26. Oktober und am 23. November). Junge Eiszeitinteressierte können bei den Kinderkursen im November „Kleine Tiere in großer Welt“ erforschen.

Ein ganz besonderes Erlebnis präsentiert die Sonderveranstaltung „Abends im Museum: Eiszeit Spezial“ am 11. Oktober. Nach einer exklusiven Abendführung außerhalb der regulären Öffnungszeiten gibt es anschließend bei einem Imbiss und Getränken die Gelegenheit, mit Ausstellungskurator Prof. Dr. Eberhard „Dino“ Frey ins Gespräch zu kommen und aktuelles Hintergrundwissen zum Ausstellungsthema zu erfahren. Dino Frey kann man auch bei seinem Vortrag zum Thema der Ausstellung am 20. November erleben.

Klein, aber sehr fein ist die Wanderausstellung zur Eiszeitkunst. Sie zeigt hochwertige Repliken der weltweit ältesten bislang entdeckten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente, die in mittlerweile zum UNESCO-Welterbe erklärten Höhlen auf der Schwäbischen Alb gefunden wurden. Darüber hinaus stellt sie die dazugehörigen Fundstellen und die Ausstellungsorte vor, an denen die originalen Fundstücke zu bestaunen sind. Im Naturkundemuseum wird diese Wanderausstellung durch eine kleine Präsentation ergänzt, die auf Eiszeitkunst aus weiteren Teilen der Welt verweist. In einer Führung gibt Prof. Dr. Norbert Lenz am 25. November Einblicke in das Schaffen der ersten Künstler. Auch Kinder können auf den Spuren der Eiszeitkünstler tätig werden – im Kinderkurs im Oktober.

Beide Ausstellungen laufen bis zum 27. Januar 2019.

| www.smnk.de

metropolkultur logo

Kunsthalle Mannheim: Zoom! – Junge Kunst aus Thüringen

Eine Ausstellung junger Kunst aus Thüringen bietet Malerei, Objekt, Installation, Fotografie und vieles mehr. Von der Landschaftsmalerei (Adam Noack) über Fotografien von Überwachungskameras (Paul-Ruben Mundthal) und Porträts depressiver Menschen (Nora Klein) bis zur satirischen Auseinandersetzung mit der Tagespolitik („NSU-Paulchen von Benedikt Braun) reicht ein Spektrum künstlerisch anspruchsvollster Konzepte, die an Vielfalt und Tiefgang ihres gleichen suchen. Ob es sich um Bilder vom Arbeitsleben (Enrico Freitag, Stefan Schiek) handelt, um Pastell-Porträts von Jugendlichen (Ulrike Theusner), um grellfarbige malerische Explosionen auf der Leinwand (Marc Jung) oder um Schwalbennester für Mannheim (Konstantin Bayer), immer gehen diese Arbeiten unter die Haut und machen Lust auf mehr. Auf mehr Thüringen!

ZOOM

Konstantin Bayer, Benedikt Braun, Enrico Freitag, Marc Jung, Nora Klein, Paul-Ruben Mundthal, Adam Noack, Stefan Schiek, Ulrike Theusner
Mannheimer Kunstverein 23.9. – 21.10. 2018

| Mannheimer Kunstverein

metropolkultur logo

Wilhelm Lehmbruck in der Staatsgalerie Stutgart von 28.9.18 – 24.2.19

Seit 1949 befinden sich zahlreiche Werke von Wilhelm Lehmbruck als Dauerleihgaben in der Stuttgarter Staatsgalerie. Mit dem Erwerb von drei Plastiken und 69 Arbeiten auf Papier besitzt das Haus nun die meisten Werke dieses bedeutenden Bildhauers nach dem Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg.

Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Oeuvre umfasst ca. 100 Skulpturen, mehr als 1.000 Zeichnungen, 80 Gemälde und großformatige Zeichnungen und 200 Druckgraphiken. Diese Vielseitigkeit und das Erproben verschiedener Techniken und Materialien sind charakteristisch für die Generation der Expressionisten. Ausgehend von dem spektakulären Zugewinn spürt die Ausstellung »Wilhelm Lehmbruck. Variation und Vollendung« der Arbeitsweise des Künstlers nach und nimmt die Beziehung zwischen Form und Material in den Blick. Plastiken wie die »Große Sinnende« oder der »Emporsteigende Jüngling« wurden von Lehmbruck fragmentiert und in verschiedenen Materialvarianten durchgespielt. Aufgrund der wenigen zu Lebzeiten entstandenen Güsse hat eine solche Annäherung an sein Werk bisher noch nicht stattgefunden.

Begleitend zur Präsentation im Barth-Flügel sind im Graphik-Kabinett im zweiten Teil der Ausstellung in »Die Bedeutung der Linie« Arbeiten auf Papier von Wilhelm Lehmbruck zu sehen. Die Radierung nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein; mit der Stahlnadel schafft er die unmittelbare, oftmals skizzenhafte Umsetzung seiner Ideen. Der Mensch steht auch hierbei immer im Zentrum seines künstlerischen Interesses. Einfühlsam und ausdrucksstark zugleich zeigen seine Figuren die unterschiedlichen Facetten menschlicher Emotionen.

| Suttgarter Staatsgalerie

metropolkultur logo