Franziska Becker im Kurpfälzischen Museum Heidelberg

Der deutschen Karikaturistin Franziska Becker, deren Karriere 1976 in Heidelberg begann, widmet das Kurpfälzische Museum eine umfassende Einzelausstellung.
Becker wurde 1949 in Mannheim geboren. Nach abgebrochenem Ägyptologie-Studium und einer Ausbildung am Hygiene-Institut in Heidelberg studierte sie beim jungen Markus Lüpertz an der Kunstakademie Karlsruhe. 1973 stößt sie zur sehr lebendigen und reichlich unangepassten Heidelberger Frauenbewegung ( im Frauenzentrum der Dreikönigsstraße), wo sie sich in den bewegten 1970er Jahren politisiert und heute noch alte Freundschaften pflegt. Dort lernt sie 1975 auf einer Recherche-Reise Alice Schwarzer kennen. Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift EMMA veröffentlicht sie kontinuierlich in jeder Ausgabe.

Sie zeichnete in vielen anderen Magazinen und Zeitschriften und publizierte 19 eigene Bücher sowie zahlreiche Buchillustrationen, Poster etc., unter anderem für das damals neugegründete Heidelberger Kindertheater. Natürlich war ihr die Existenz der Heidelberger Karikaturistin Marie Marcks, die sie persönlich kennt, ein wichtiges Vorbild im Wagnis, diesen Beruf zu ergreifen, der ja immer noch eine Rarität für Frauen ist.
Franziska Becker bekam bedeutende Preise der Satirischen Zeichnerzunft: 1988 den „Max-und-Moritz-Preis“ als bester deutschsprachiger Comiczeichner, 2012 den „Göttinger Elch“ und im Herbst 2013 den „Wilhelm-Busch-Preis“ für ihr Lebenswerk. Franziska Becker lebt und arbeitet in Deutschland und Amerika.

Die Ausstellung läuft bis zum 01.02.2015

| Info Kurpfälzisches Museum

| Franziska Becker Website

DEGAS – Klassik und Experiment

Die Ausstellungt wurde bis zum 15. Februar 2015 verlängert!
Edgar Degas (1834-1917) zählt zu den populärsten Künstlern des französischen 19. Jahrhunderts: Der Chronist des Pariser Amüsierbetriebs, der Maler des modernen Lebens par excellence erfreut sich weltweit größter Beliebtheit. Als Höhepunkt im Ausstellungsjahr 2014 präsentiert die Kunsthalle nun Degas in einer großen Einzelausstellung, die mit einer originellen Konzeption seine Kunst in neuem Licht erscheinen lässt.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind sieben Arbeiten Degas’ aus der Karlsruher Sammlung. Ergänzt um hochrangige Leihgaben von internationalen Museen und Privatsammlungen aus den USA, Kanada und Europa ermöglicht die Ausstellung mit 120 Werken aus 50 Jahren einen profunden Einblick in das vielfältige Werk des Künstlers. Denn das Spektrum von Degas’ Kunst umfasst weitaus mehr als seine populär gewordenen Motive aus der Welt von Tanz, Theater, Bühne und Boudoir. Der Maler, dessen Gemälde und Pastelle so untrennbar mit dem Impressionismus verbunden sind, stand dieser Strömung zeitlebens nah und fern zugleich. Degas war ein intimer Kenner der europäischen Kunstgeschichte, der sich kopierend die Kunst der alten Meister angeeignet hat; er war gleichzeitig ein überaus ideenreicher Experimentator, der die Möglichkeiten des Umgangs mit den künstlerischen Mitteln in seinen Werken reflektierte. Erstmals in Deutschland erhalten die Besucher die Möglichkeit, die nach klassischem Vorbild komponierten Historienbilder und Porträts seines Frühwerks mit den Darstellungen des modernen Lebens zu vergleichen – eine ungewöhnliche Zusammenschau, die neue Perspektiven auf das Werk eines scheinbar altbekannten Künstler eröffnet.

| Kunsthalle Karlsruhe

„Kosmos Kunst – Meisterstücke aus der Sammlung Kunst- und Kulturgeschichte“ im rem Mannheim

Unter dem Titel „Kosmos Kunst“ zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen ab 25. Januar 2015 die Neupräsentation ihrer Sammlung Kunst und Kulturgeschichte. Die Ausstellung vergegenwärtigt die mannigfaltigen Ausdrucksformen eines Zeitalters als kulturgeschichtlichen Kosmos. Mehr als 500 ausgewählte Stücke finden im Museum Zeughaus einen neuen Platz – darunter meisterhafte Gemälde, exquisite Möbel, prächtige Gewänder, kostbares Frankenthaler Porzellan und filigrane Silberschmiedearbeiten.

Die Darstellung der geschichtlichen Aspekte berücksichtigt auch das Problem der unrechtmäßigen Aneignung von jüdischem Kulturgut während der NS-Herrschaft. Zwei Gemälde des Malers Franz von Lenbach, Porträts des jüdischen Mannheimer Ehepaars Felix und Helene Hecht, wurden nach ihrem Verlust in den 1950ern als Eigentum der Familie Hecht identifiziert. Dank der Provenienzforschung an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe konnten nun die rechtmäßigen Erben ermittelt werden, die die Bilder als Schenkung an die Reiss-Engelhorn-Museen  übergeben.