Mit der Ausstellung „Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award in den Reiss-Engelhorn-Museen“ präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim vom 14. April bis 14. Juni 2026 erneut eine Auswahl aus einem der international bedeutendsten Fotopreise. Die Schau ist im Atrium der rem-Stiftungsmuseen in C4,12 zu sehen und entsteht in Kooperation von ZEPHYR – Raum für Fotografie und der Leica Camera AG.
Gezeigt werden die beiden ausgezeichneten Serien des Leica Oskar Barnack Award 2025 sowie weitere Arbeiten aus der Shortlist. Rund 50 Fotografien greifen gesellschaftlich relevante Themen auf und veranschaulichen, wie eng zeitgenössische Fotografie mit politischen, sozialen und menschlichen Fragestellungen verbunden ist.
In der Hauptkategorie wurde Alejandro Cegarra für seine Serie „The Two Walls“ ausgezeichnet. Der aus Venezuela stammende und in Mexiko lebende Fotograf setzt sich darin mit den unmenschlichen Bedingungen im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA auseinander. In der Newcomer-Kategorie erhielt Serghei Duve den Preis. Seine Serie „Bright Memory“ thematisiert die familiären Verbindungen nach Transnistrien, einer international nicht anerkannten und von Russland gestützten Region.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten von Arlette Bashizi, Lynsey Addario, Xiangjie Peng und Gideon Mendel. Ihre nominierten Serien richten den Blick auf aktuelle Herausforderungen unserer Zeit, darunter die Folgen des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo, das Leben eines an Krebs erkrankten Mädchens in der Ukraine, gesellschaftliche Veränderungen innerhalb der queeren Community in China sowie die weltweite Zunahme schwerer Überschwemmungen infolge der Klimakrise.
Der Leica Oskar Barnack Award wird seit 1980 verliehen und steht für eine humanistisch geprägte Reportagefotografie. Benannt ist die Auszeichnung nach Oskar Barnack, dem Konstrukteur der Ur-Leica, deren Weiterentwicklung die moderne Reportagefotografie maßgeblich geprägt hat.
