Endowment-Kampagne soll Städel Museum langfristig absichern

Städel Museum startet Zukunftsfonds zur langfristigen Finanzierung

Das Städel Museum in Frankfurt hat eine umfangreiche Endowment-Kampagne gestartet, mit der das Stiftungskapital des Hauses langfristig ausgebaut werden soll. Ziel ist es, die finanzielle Basis der traditionsreichen Museumsstiftung dauerhaft zu stärken und damit die Arbeit des Hauses über kommende Generationen hinweg abzusichern. Der Start der Initiative wurde im Rahmen eines Festakts im Museum bekanntgegeben, an dem zahlreiche Förderer und Unterstützer teilnahmen.

Träger des Museums ist die gemeinnützige Stiftung Städelsches Kunstinstitut, deren Geschichte bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht. Die Finanzierung des Museums basiert in hohem Maße auf bürgerschaftlichem Engagement. Eintrittserlöse, private Förderer, Stiftungen, Unternehmen sowie der Städelsche Museums-Verein tragen maßgeblich zur Finanzierung bei. Ergänzende Mittel kommen von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen. Mit dem neuen Zukunftsfonds soll nun eine zusätzliche, dauerhaft angelegte Finanzierungsbasis entstehen.

Das geplante Endowment folgt einem Modell, das vor allem bei großen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen international verbreitet ist. Zustiftungen erhöhen das Kapital der Stiftung dauerhaft. Dieses Kapital bleibt unangetastet und wird nicht ausgegeben; lediglich die daraus erzielten Erträge stehen für die Aufgaben des Museums zur Verfügung. Auf diese Weise können Ausstellungen, Forschung, Sammlungspflege und Vermittlungsangebote langfristig finanziell abgesichert werden.

Das Städel Museum strebt an, das Grundstockvermögen der Stiftung auf mindestens 100 Millionen Euro zu erhöhen. Erste Zustiftungen und Zusagen wurden bereits in den vergangenen Jahren gesammelt. Seit Beginn der Vorbereitungen im Jahr 2023 sind mehr als zehn Millionen Euro an Zuwendungen zugesagt worden. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von privaten Förderern, Frankfurter Stiftungen sowie dem Städelschen Museums-Verein. Auch testamentarische Nachlässe spielen bei der langfristigen Finanzierung eine Rolle und sollen einen Teil der angestrebten Summe beitragen.

Mit dem Zukunftsfonds knüpft das Museum an die Idee seines Gründers Johann Friedrich Städel an. Dessen Testament legte 1815 den Grundstein für eine bürgerliche Stiftung, deren Ziel es war, Kunst zu sammeln, zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen. Das Städel Museum gehört heute zu den bekanntesten Kunstmuseen Deutschlands und präsentiert Werke aus mehr als sieben Jahrhunderten Kunstgeschichte. Neben seiner Sammlung organisiert das Haus regelmäßig Sonderausstellungen und bietet umfangreiche Bildungs- und Vermittlungsprogramme an.

Die neue Endowment-Kampagne soll diese Arbeit auch in Zukunft ermöglichen und gleichzeitig die finanzielle Eigenständigkeit der Stiftung sichern.

| https://www.staedelmuseum.de

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