Peter Burr zeigt Videoinstallation im Cinema Quadrat Mannheim am 19.6.17

„Allein mit dem Monde“ – der Titel der Videoinstallation von Peter Burr mutet poetisch an und nimmt so Bezug auf die eigenartige Atmosphäre, in die der Betrachter versetzt wird: „I imagine it would be unlike anything our audience has seen before“, so Burr über sein Werk, das am Montag, 19. Juni 2017 im Mannheimer Cinema Quadrat im Rahmen der Veranstaltungsreihe „On the Move“ der Mannheimer Kunsthalle Station macht. Das Kino wird zum Ort eines einzigartigen Wahrnehmungs-Erlebnisses. Auf drei Leinwänden sind unterschiedliche Animations-Filme zu sehen. Sie zeigen schwarz-weiße Muster, deren grobe Pixelhaftigkeit an eine alte Video-Spiel-Ästhetik erinnert. Elektronische, psychedelische Musik untermalt das optische Spektakel und kreiert eine eigenartige, trancehafte Atmosphäre.

Montag, 19. Juni 2017, 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Cinema Quadrat (Collini-Straße 1), Mannheim
Eintritt: 8 €, erm. 6 €, für Mitglieder Cinema Quadrat / Förderkreis Kunsthalle Mannheim 5 €.

KUBUS-KUNSTPREIS für Myriam Holme

Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung »Kubus« wurde 2013 gemeinsam von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart ins Leben gerufen und wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Mit dem Preis wird eine herausragende Leistung im Bereich der Bildenden Kunst anerkannt. Die diesjährige Ausstellung »Kubus. Sparda-Kunstpreis im Kunstmuseum Stuttgart« widmet sich dem Thema »Erweiterte Malerei«.

Die Mannheimer Künstlerin Myriam Holme erhält den Kunstpreis »Kubus«. Das entschied am gestrigen Montagabend eine Jury, die sich aus Vertretern der Sparda-Bank Baden-Württemberg und ihrer Kunststiftung, Bernd Klink und Martin Buch, des Kunstmuseum Stuttgart, Ulrike Groos und Eva-Marina Froitzheim, einer kunstwissenschaftlichen Sachverständigen, Susanne Titz, Direktorin des Museum Abteiberg Mönchengladbach, sowie Vertretern Stuttgarter Kultureinrichtungen, der Direktorin der VHS, Dagmar Mikasch-Koethner, und dem Direktor des Stadtmuseums, Torben Giese, zusammensetzte. Myriam Holmes Arbeiten werden seit dem 18. März 2017 in einer Ausstellung mit den ebenfalls Nominierten Corinne Wasmuht und Leni Hoffmann im Kunstmuseum Stuttgart gezeigt.

Die Begründung der Jury lautet: »In Bezug auf eine aktuelle Diskussion um das Medium Malerei, die ihr traditionelles Werkzeug – Farbe, Form, Komposition – kontinuierlich erweitert, nehmen die Werke von Myriam Holme eine eigenständige und innovative Position ein. Von Anbeginn ihres künstlerischen Schaffens agierte die Künstlerin als Grenzgängerin zwischen den Gattungen Bildhauerei und Malerei und überführte die Zweidimensionalität des Bildes in den Raum. Holmes Malereibegriff basiert auf dem Experimentellen und dem Prozessualen. Beides wird durch die Kombination von Materialien sichtbar, die aus gegensätzlichen Bereichen stammen: Anorganisches trifft auf Organisches, wie z.B. Bambus auf Kabelbinder oder Schlagmetall auf Plastikfolie, die ursprünglich zur Abdeckung ihres Atelierbodens verwendet wurde. Deren Eigenschaften, wie matt und glänzend, undurchsichtig und transparent, robust und fragil, eröffnen einen Dialog über die malerischen Möglichkeiten von Materialien. Die Werkherstellung folgt dabei einer gekonnten Dramaturgie zwischen den Polen ›Zufall‹ und ›Kontrolle‹.
Kennzeichnend für ihre Arbeiten ist zudem, dass weitere Wahrnehmungsebenen über das Visuelle hinaus angesprochen werden, wie die sprachliche Ebene mit lautmalerischen und assoziativen Bildtiteln oder eine geruchliche Ebene durch die Verwendung von Seife als Malmittel. Holme definiert die Gattung Malerei damit als ganzheitliches Medium, das den Betrachter in – und das im Wortsinne – begehbaren Bildern mit einbezieht.«

Myriam Holme (*1971 Mannheim, lebt in Mannheim) studierte von 1996 bis 2002 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Meuser und Prof. Andreas Slominski (Meisterschülerstudium). Um ihre beiden Interessensgebiete, die Bildhauerei und die Malerei, verbinden zu können, ermöglichte ihr die Akademie in Karlsruhe, Bildhauerei in einer Klasse für Malerei zu studieren. Nach ihrem Studium übernahm sie Gastprofessuren, so an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (2009), an der Akademie der Bildenden Künste München (2012/2013), an der Hochschule Mainz, Fakultät Gestaltung (2014/2015) und an der Kunstakademie Düsseldorf (2016/2017).

Kunstmuseum Stuttgart

Chris Jarret & Erwin Ditzner – Duo Weltpremiere im Cinema Paradiso Ludwigshafen am 27.5.2017

Erwin Ditzner & Chris Jarret

Chris Jarret und Erwin Ditzner. Foto: www.schindelbeck.org

Giganten des Subtilen

Erwin Ditzner (dr) und Chris Jarret (p)

VARIATIONEN für Klavier und Schlagwerk

Zwei Ausnahmemusiker haben sich zusammengetan um ein neue Kollaboration zu wagen. Chris Jarrett am Piano und Erwin Ditzner an Schlagzeug und Percussion. Die beiden Grenzgänger zwischen Jazz, E- und U-Musik leuchten mit ihrem Zusammentreffen diese Grenzen noch einmal neu aus. Jarrett ist in Klassik und Neuer Musik eher zuhause, aber auch dem Jazz zugewandt, unternimmt gelegentliche Ausflüge in andere Genres und liebt ebenso wie Erwin Ditzner das Zusammenfügen vieler Einzelteile zu etwas eigenständig Neuem. Beide sind immer auf der Suche zur Erweiterung ihres musikalischen Horizonts, nicht nur für sich selbst, auch um letztendlich Ihrem Publikum einen Klang zu bieten der nicht nur vorsichtig tastend unterwegs ist, sondern perfekte Eigenständigkeit im Schaffen neuer Klangräume beweist.

Diese Weltpremiere zweier unterschiedlicher Charaktere, findet im Cinema Paradiso & Arte statt, dem Ort an dem die beiden sich auch kennengelernt haben, und könnte das Zeug haben auf vielen weiteren Bühnen der Welt eine Fortsetzung zu finden.

| Konzert im Jazzkalender der Jazzpages

Cinema Paradiso Arte Ludwigshafen (fb)