Kunstverein Rüsselsheim – Atelier zu Besuch – Zeichnerinnen und Zeichner im Gespräch

In der Reihe Atelier zu Besuch werden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, um wie in der inti­men Atmosphäre des Ateliers mit ihnen über ihre neuesten Arbeiten zu sprechen, über Kunst zu parlieren und über Technik, Farben und Konstruktion zu diskutieren. Den Anfang macht die Rüs­selsheimer Künstlerin Martina AltSchäfer, die auch die Reihe kuratiert und die folgenden Besuche moderieren wird.

Zeichnen wie andere träumen – Martina AltSchäfer

Martina AltSchäfer ist eine Geschichtenerzählerin: Sie zeichnet wie andere träumen. In ihren Arbei­ten entstehen Welten, die nur scheinbar real sind und sich zu komplexen Bildgeschichten verdichten. Gemeinsam ist ihnen, dass man eigentlich nie genau weiß, was dort tatsächlich geschieht.

Dr. Bärbel Maul im Gespräch mit Martina AltSchäfer
Donnerstag, 1. März 2018, 19 Uhr, Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim, Hauptmann-Scheuermann-Weg 4, 65428 Rüsselsheim

Eintritt: 5 Euro. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Tickets können nur an der Museumskasse erworben werden. Mitglieder des Kunstvereins erhalten mit Vorlage ihres Ausweises die Karten kostenlos.

Horst Hamann: Sehfahrten – Fotoausstellung im Mannheimer Kunstverein

Im Archiv des Mannheimer Fotografen Horst Hamann, der mit seinen Schwarzweiß-Fotografien »New York Vertical« berühmt geworden ist, finden sich Aufnahmen seiner Sehfahrten rund um die Welt: Nordamerika, Südamerika, Jamaika, Tansania, Frankreich und – natürlich – Mannheim. Sie zeigen das, was er mit eigenen Augen und mit der Kamera erlebt hat. Wie ein Koffer voller Geschichten warteten die Dias darauf, ans Licht der Öffentlichkeit zu kommen: bis auf wenige Ausnahmen sind diese noch nie veröffentlicht worden.

Ausstellung vom 4. Februar bis 1. April 2018.

Mannheimer Kunstverein

Just Music 2018 am 23. und 24. Februar in Wiesbaden

Das Just Music Beyond Jazz Festival in Wiesbaden hat sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Als Insel für unerhört gute Musik, abseits vom Mainstream, stets mit einem Hang zum Freien und Rebellischen. Musik mit Jazzwurzeln oder zumindest Jazzeigenschaften, die aber – beyond jazz… – auch über Genregrenzen locker hinweg springt.

Das diesjährige Programm ist ehrgeizig und vielseitig. Es springt aus dem Stand auf ein außergewöhnliches Niveau, wenn Heinz Sauer und Uwe Oberg gemeinsam mit Jörg Fischer im Trio das Festival eröffnen. Eine der eigenständigsten Saxophonstimmen des Jazz mit dem kongenialen, dem freien Jazz zugewandten, Pianisten Oberg, ergänzt mit dem Einfallsreichtum Jörg Fischers am Schlagzeug.

Gefolgt von einem String Trio ungewöhnlicher Art, mit Olaf Rupp (gt), Ernesto Rodrigues (viola) und Ulrike Brand (cello). Ein experimentelles Vorspiel zum größten Ensemble des Festivals, dem White Desert Orchestra von Eve Risser. Wie die französische Pianistin die klanglichen Möglichkeiten des Flügels inside und intensiv auslotet, dass konnte man bereits solo bei Just Music erleben. Mit Ihrem White Desert Orchestra fügt Risser in Tentett-Besetzung Klang, Freiheit und Komposition zu einem schillernden Klangerlebnis.

Den zweiten Festivalabend eröffnet ein junges und experimentierfreudiges Trio mit der Pianistin Kaja Draxler, dem Bassisten Peter Eldh und dem – zurecht vielgepriesenen – Schlagzeuger Christian Lillinger. Der Piano-Solo Auftritt, alljährliches Muss im Just Music Programm, wird vom Schweden Sten Sandell gespielt. Ein Wanderer zwischen freier Improvisation, experimenteller neuer Musik und ethnisch geprägten Klängen.

Beschlossen wird das Festival von EWG – Ellery Eskelin (sx), Christian Weber (b) und Michael Griener (dr). Das akustische Trio spielt auf fabelhafte Weise frei improvisierte Musik, die inspiriert wird von frühem Jazz. Und früher Jazz wird tatsächlich alternierend mit diesen freien Passagen gespielt. Jelly Roll Morton auf der Just Music Bühne? Auch das passt.
Just Music Beyond Jazz Festival