„Schichtungen“ im Port25 – Raum für Gegenwartskunst in Mannheim

Jutta Grell, Myriam Holme, Herbert A. Jung, Francisco Klinger Carvalho, Susanne Lyner

15. Juli bis 20. August 2017
Eröffnung: Freitag, 14. Juli 2017, 19 Uhr

Die Ausstellung verbindet fünf Künstler unterschiedlicher Generationen, die überwiegend aus der Region stammen und sich der künstlerischen Form über eine materialorientierte Vorgehensweise nähern, sei es im Medium der Malerei, der Collage oder in raumgreifenden Installationen. Als Material wird zuweilen auch der eigene Körper aufgefasst, der den Herstellungsprozess durch seinen Einsatz beim Spachteln, Reißen, Farbeauftragen, Farbewerfen oder auch nur durch Fingerabdrücke steuert. Ausgangspunkt der künstlerischen Praxen ist sowohl die Suche nach der Balance, als auch die experimentelle Erkundung der Wirksamkeit gegensätzlicher Kräfte. Die Relation von Struktur und Chaos, vom Davor und Dahinter, dem Innen und Außen sowie dem kalkulierten Zufall als bildbestimmendem Verfahren wird in den ausgestellten Werken visuell erfahrbar. Aus Prozessen des sich ähnlich Wiederholenden entsteht eine unerwartete Vielfalt, die fasziniert.

WEITERE TERMINE
Öffentliche Führung
Freitag, 28. Juli 2017, 17 Uhr
Eintritt frei, ohne Anmeldung

Sommeröffnungszeiten vom 01. Juni bis 30. September 2017:
Immer donnerstags von 12 bis 21 Uhr

RAINER SELG: KÄFIGE 21.06 – 03.09.2017 im Peter Künzler Forum

Rainer Selg ist ein Sammler, der abgelegte Dinge, die niemand mehr haben will, in Kunst verwandelt. Unermüdlich streift er über Flohmärkte und abendliche Sperrmüllansammlungen, die sich dann in dezidierter Auswahl bei ihm als Fundus für seine Arbeiten ablagern.Teile eines abgebauten Dachstuhls werden bei ihm zu Figuren, die in einen Käfig eingesperrt ihrer Mobilisierung harren, Laufställchen für Kleinkinder mit darin eingezwängten Dreirädern zum Sinnbild eines Verkehrskollapses, der nicht nur den täglichen Wahnsinn auf unseren Straßen thematisiert sondern explizit auch den Zusammenbruch von Kommunikationsstrukturen und geistiger Mobilität meint. Selgs Arbeiten verstehen sich denn immer auch in einem gesellschaftlichen Zusammenhang, decken verborgene Strukturen auf und führen dem Betrachter ganz en passant vor Augen, wie verschwenderisch wir noch immer mit Konsumgütern und vielleicht auch unseren Mitmenschen umgehen: ex und hopp!

Kunstverein Mannheim
Weitere Informationen: www.rainerselg.jimdo.com