Naturkundemuseum Karlsruhe: Amerika nach dem Eis – Mensch und Megafauna in der Neuen Welt

Ob auf eigene Faust oder mit einer Führung (am 13. August und am 17.September) – die Welt der Megafauna in Amerika zur Zeit der ersten Besiedlung durch den Menschen in der großen Sonderausstellung bleibt ein spannendes Ausstellungserlebnis!
Die Giganten des letzten Eiszeitalters wie Riesenfaultier, Glyptodon und Mammut stehen dann im Mittelpunkt der Kinderkurse im September.

Im September geht es auch mit dem Filmprogramm zur Ausstellung in der Kinemathek Karlsruhe weiter: „Who Owns the Past?“ (Wem gehört die Vergangenheit?) berichtet über den sogenannten Kennewick-Mann und die Auseinandersetzung über die Besitzrechte an diesem sehr bedeutenden archäologischen Fund, „Makah – die den Wal fangen“ ist ein Film über einen selbstbewussten Indianerstamm von Walfängern an der Nordwestküste der USA, die versuchen, ihre gegenwärtigen Lebensverhältnisse zu verändern.

www.smnk.de

Museum Wiesbaden: Sebastian Meschenmoser Sets

In der Kunstgeschichte hat das Atelier als der Ort künstlerischen Schaffens eine besondere Aufladung erfahren. Außenstehende assoziieren damit gerne einen geheimnisvollen Fixpunkt der Kreativität, der ihnen in der Regel verschlossen bleibt. Die Künstler selbst waren sich der Anziehungskraft ihrer Werkstatt stets bewusst und nutzten diesen Raum in programmatischen Inszenierungen, um künstlerische Positionen und Absichten zu vermitteln. Zu diesen Inszenierungen gehörte es in der langen Historie des Ateliers, über die Arbeitsmaterialien hinaus all das in den Raum einzubringen, was ihn zusätzlich mit Bedeutung auflädt. Auf diese Weise entwickelte sich die Werkstatt in eine neue, schillernde und widersprüchliche Existenz, die eng mit dem Künstler verknüpft ist.

Auch Sebastian Meschenmoser bringt in seine Ausstellung im Museum Wiesbaden sein Atelier ein. Es begegnet dem Besucher in Form einer eigenwillig eingestellten Wandecke, die ein architektonisches Element aus dem Berliner Atelier darstellt. Auf diese Weise wandelt er den öffentlichen Ausstellungsraum in jenen privaten künstlerischen Ort um, in dem er schöpferisch tätig ist. Aus einer Ausstellung gemalter Bilder wird damit die Installation „Sets“.

www.museum-wiesbaden.de

Kunsthalle Mannheim: Im „Okzidentalismus-Institut“ werden kulturelle Stereotypen kreativ befragt und hinterfragt

Das vermeintlich Fremde erfahrbar machen und Neues kennenlernen – ob türkische Traditionen oder die eigene Kreativität –, das ist das Ziel der performativen Installation der Künstlerin Kınay Olcaytu, die am 10. August 2017 (20 Uhr) ihr „Okzidentalismus-Institut“ in den Mannheimer Quadraten eröffnet (U 6. 3). Im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Dr. Buket Altinoba erläutert Olcaytu ihren künstlerischen Ansatz. Die Installation findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „On the Move“ statt, mit der die Kunsthalle Mannheim die Zeit bis zur Eröffnung des Neubaus am 15. Dezember 2017 überbrückt.

Die aus der Türkei stammende Künstlerin Kınay Olcaytu hat mit der temporären Installation einen Diskursraum geschaffen, in dem neben ihren Werken auch ein Künstlerinnengespräch und zwei Vorträge kunstwissenschaftlich und soziologisch auf den Themenkomplex des „Okzidentalismus“ eingehen. Zentral ist dabei der Gedanke, dass kulturelle Identität von einem wechselseitigen Teilnahme- und Beobachtungsverhältnis geprägt wird.
Mehr Informationen finden Sie hier.

In der Veranstaltungsreihe „On the Move“:
Kinay Olcaytu: Okzidentalismus-Institut
Veranstaltungsort: Capoeira Ginga Balanca Mannheim e.V, U6. 3 Mannheim

Donnerstag, 10. August 2017, 20 Uhr
Ausstellungseröffnung und Künstlergespräch mit Kınay Olcaytu und Dr. Buket Altinoba

Samstag, 12. August 2017, 15 Uhr
Workshop für eine Reise in den Okzident, mit Kinay Olcaytu

Samstag, 12. August 2017, 18 Uhr
Vortrag: Abel and Cain: Admiration and Envy, Ayse Çavdar

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.