Guru Guru im Karlstorbahnhof Heidelberg am 14.12.2013

Guru Guru – Foto Schindelbeck

 

Karlstorbahnhof Heidelberg, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg, Tel.: +49 (0) 6221 – 97 89 11

 

GURU GURU

Support: Glaswald / Krautrock

Guru Guru gehört zum Urgestein deutscher progressiver Rockmusik – dieses Jahr feiern sie ihr 45-jähriges Bühnenjubiläum. Passend dazu erscheint das 30. Album der Band mit dem Titel „Electric Cats“. Die Band um den Ausnahme-Schlagzeuger Mani Neumeier zählt zu den ältesten deutschen Rockbands und ist unbestritten eine lebende Legende. Bereits Anfang der 70er Jahre haben Guru Guru den Begriff „Deutsch-Rock“ entscheidend mitgeprägt. Sie schufen eine deutsche Untergrundszene, die nicht von amerikanischen Vorbildern beeinflusst war. Der experimentelle Stil, Sound-Collagen, unmelodisch strukturierte Musik und Geräusche werden heute als die Geburt der industriellen elektronischen Musik gesehen. Guru Guru veröffentlichte einige der innovativsten Alben deutscher Musikgeschichte, denn ihre Musik kannte keine Grenzen. Ohne die geringste Lust, sich irgendwann nur noch selbst zu zitieren, war Oberguru Mani Neumeier immer bereit, alles über den Haufen zu werfen und aus der endlosen Kette stets neuer Ideen die nächste herauszupicken. „Nur nicht im Museum landen!“ lautet das Motto (auch wenn Neumeier seit 1996 als erster deutscher Musiker als Wachsfigur in einem Museum in Tokio steht). Mani Neumeier ist es über die Jahrzehnte gelungen, die chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit seiner Gruppe zum Grundprinzip der künstlerischen Arbeit zu machen. Guru Guru’s Music war und ist wie brodelnde Lava, man weiß nie so genau wohin ihr Weg führt und was daraus am Ende wird. Eine überaus gelungene und seltene Mixtur von handwerklicher Extraklasse voll musikalischer Vielfalt; meist reichlich gewürzt mit erfrischendem Humor, hochkarätigem Rock, einer Prise Electronic- & Worldmusic, kreativen Jazzroots und einem sympathisch anarchischen Lebensfeeling.

Mani Neumeier dr / perc / voc
Roland Schaeffer g / sax / nadaswaram / voc
Peter Kühmstedt b / voc
Hans Reffert g / lapsteel / voc

 

Sammlung Prinzhorn: Ausstellung Georg Müller vom Siel (1865-1939) – Sinnsuche in der Psychiatrie

12. Dezember bis 13. April

Erstmalig zeigt die Sammlung Prinzhorn das sensationelle Spätwerk des norddeutschen Malers Georg Müller vom Siel (1865-1939). Die Leihgaben stammen aus dem Oldenburger Landesmuseum. Der sonst als bedeutender Landschafter des späten 19. Jahrhunderts bekannte Künstler ist hier mit bildlichen Spekulationen über die Stellung des Menschen in der Welt zu sehen. Die Aquarelle zeigen in freier Anordnung abstrakte Formen, Figuren und Text. Geschaffen wurden sie in der Nervenheilanstalt Wehnen, wo Müller vom Siel von 1909 bis zu seinem Hungertod 1939 lebte. Weitere Werke mit ontologischer Thematik aus der Sammlung Prinzhorn und von anderen Künstlern, die eine ähnliche Formensprache verwenden, verdeutlichen den historischen Kontext.

| Sammlung Prinzhorn, Heidelberg

Andreas Schickentanz & Refugium beim Jazzclub Heidelberg am 26.11.2013

Matthias Erlewein Tenorsaxofon   Dienstag, 26.11.13, 20.00 Uhr
DAI Heidelberg, Sofienstr. 12 (nahe Bismarckplatz)Eintritt: Normal 13 € | Ermässigt 11 €
Tickets
Andreas Schickentanz Posaune, Komposition
Lars Duppler Piano
Volker Heinze Bass
Jens Düppe Schlagzeug, Perkussion
Andreas Schickentanz &Refugium
Die Formation Refugium besteht seit 2011. Im Frühjahr 2013 erschien beim Kölner Label JazzHausMusik die erste CD unter dem Titel CHIMERA (JHM 214). Die Kompositionen von Andreas Schickentanz sind direkt auf die Musiker zugeschnitten und ohne die Essenz zu verlieren, unterliegen sie einem ständigen, eigenwilligen Entwicklungsprozess. Eine reiche Harmonik, melodische Sequenzen ergänzen und reiben sich mit offenen, freieren Strukturen zu einem organischen Gruppensound. Eine klassische Besetzung, aussagekräftige kompositorische Ausgangspunkte, fünf interaktiv agierende und hochkarätige Solisten sorgen für ein spannendes, abwechslungsreiches Konzertereignis.