Museum Wiesbaden: Sebastian Meschenmoser Sets

In der Kunstgeschichte hat das Atelier als der Ort künstlerischen Schaffens eine besondere Aufladung erfahren. Außenstehende assoziieren damit gerne einen geheimnisvollen Fixpunkt der Kreativität, der ihnen in der Regel verschlossen bleibt. Die Künstler selbst waren sich der Anziehungskraft ihrer Werkstatt stets bewusst und nutzten diesen Raum in programmatischen Inszenierungen, um künstlerische Positionen und Absichten zu vermitteln. Zu diesen Inszenierungen gehörte es in der langen Historie des Ateliers, über die Arbeitsmaterialien hinaus all das in den Raum einzubringen, was ihn zusätzlich mit Bedeutung auflädt. Auf diese Weise entwickelte sich die Werkstatt in eine neue, schillernde und widersprüchliche Existenz, die eng mit dem Künstler verknüpft ist.

Auch Sebastian Meschenmoser bringt in seine Ausstellung im Museum Wiesbaden sein Atelier ein. Es begegnet dem Besucher in Form einer eigenwillig eingestellten Wandecke, die ein architektonisches Element aus dem Berliner Atelier darstellt. Auf diese Weise wandelt er den öffentlichen Ausstellungsraum in jenen privaten künstlerischen Ort um, in dem er schöpferisch tätig ist. Aus einer Ausstellung gemalter Bilder wird damit die Installation „Sets“.

www.museum-wiesbaden.de

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