SUSANNA HERTRICH – Mannheimer Kunstverein

DIE ABHÄNGIGKEIT UNSERES WELTBILDES VON DER LÄNGE UNSERES MOMENTS — SUSANNA HERTRICH 28.10.2018 bis 13.1.2019

Das Kuratorenteam dieser Ausstellung, Hortense Pisano und Martin Stather, zeigt Arbeiten von Susanna Hertrich, deren interdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle zwischen künstlerischer und naturwissenschaftlicher Forschung agieren. Hertrichs Arbeiten sind stets medienübergreifend angelegt. Ein Sujet wird häufig aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht und dargestellt.

Ihre Objekte, Skulpturen, Fotografien, Filme und Videos, Zeichnungen und Illustrationen, die meist in mehrjährigen künstlerischen Forschungsprozessen entstanden sind, spielen mit der Idee einer kybernetischen Mensch- Maschine Verschmelzung und sind als Gratwanderung zwischen Wissenschaft und Narration zu verstehen.

 

| susannahertrich.com

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Sammlung Prinzhorn – Ausstellung: Extraordinaire!

Unbekannte Werke aus psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz um 1900 zeit die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg vom 11. Oktober 2018 bis zum 20. Januar 2019.

Das künstlerische Schaffen von Anstaltsinsassen um 1900 stößt zunehmend auf öffentliches Interesse, dabei ist bis heute nur ein kleiner Teil der damals entstandenen Werke gesichtet. In einem beispielhaften Projekt der Zürcher Hochschule der Künste wurden von 2006 bis 2014, gefördert durch den Schweizer Nationalfonds, die Sammlungen und Krankenakten von 18 kantonalen Anstalten aus der Zeit um 1900 nach Patientenwerken durchsucht. Eine Wanderausstellung zeigt nun eine Auswahl der neu entdeckten Werke und gibt Einblick in weitere Facetten eines ungewöhnlichen Kunstschaffens.

Die Patienten und Patientinnen schufen ihre Werke mit Hingabe und mit großer technischer sowie künstlerischer Kompetenz. Sie verstanden sie als Beitrag zum öffentlichen Leben, als Erfindung oder Ausdruck ihrer Gedanken, als Kritik an der Anstalt oder Bereicherung im eintönigen Alltag. Ihre Kunst ist von Aushandlungen darüber geprägt, was als „nicht normal“ galt und von ihrem Ausschluss aus der Öffentlichkeit.

Die Ausstellung ist anschließend vom 9. Februar bis 19. Mai 2019 im Kunstmuseum Thun und vom 8. Juni bis 18. August 2019 im LENTOS Kunstmuseum in Linz zu sehen. Es erscheint ein Katalog in Deutsch und Englisch.

| Sammlung Prinzhorn

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Carpathian Karma – Dokumentarfilm von Mario Damolin Deutschlandpremiere im DAI Heidelberg

Regie: Mario Damolin, Deutschland 2017, 95 Min., Dokumentarfilm

Carpathian Karma begleitet einen jungen Mann aus den rumänischen Ost-Karpaten über 20 Jahre auf seinem Lebensweg. Im Alter von 17 Jahren wird Joschka Keresztes von einem Bären attackiert und lebensgefährlich verletzt. Er überlebt mit einem zerstörten Gesicht, wird 63 mal operiert, kommt 1996 nach einer Spendenkampagne für weitere zwölf Operationen nach Deutschland.

Danach kehrt er in sein Karpatendorf zurück – in ein bescheidenes Leben in einer der ärmsten Regionen Europas. Eine einzigartige Langzeitbeobachtung eines Menschen zwischen Stigma und Trauma und Hoffnung und Resignation. Und immer in Furcht vor seinem Todfeind: dem Bär.

Mario Damolin studierte Erziehungswissenschaften, Soziologie und Politik in Heidelberg Er ist als TV-Journalist und Dokumentarfilmer sowie als Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg tätig.

Sprachen: Ungarisch/Deutsch mit englischen Untertiteln

Deutschlandpremiere, Regisseur anwesend.