Otto Waalkes erhält Sondermann für sein Lebenswerk (Fotos)

Am 11.11.2018 fand die Sondermann Gala in der Brotfabrik Frankfurt statt.  Der schönste und wichtigste Verein Deutschlands, der als „eingetragener Verein zur Förderung, Erforschung und Verbreitung der Komischen Kunst und Literatur” eine Mission zu erfüllen hat, verlieh zwei Preise. Einer ging an Anna Haifisch (Sondermann-Förderpreis) und der Zweite an einen gewissen Otto Waalkes (Bernd Pfarr-Sondermann für Komische Kunst – AKA „Oscar der Komischen Kunst”).

Beide Preise üppigst dotiert – da weiß man, wo die hart ersparten Mitgliedbeiträge versickern! – kein Wunder, dass die Schecks mit Begeisterung entgegen genommen wurden. Schöner allerdings die kleinen Sondermann Tonfiguren nach Bernd Pfarr, der an diesem denkwürdigen Abend 60 Jahre alt geworden wäre.

| Sondermann Verein
| Anna Haifisch
| Otto Waalkes (ja, auf seiner Homepage auch fast ohne Falten zu betrachten)

Fotos: Frank Schindelbeck

 

metropolkultur logo

SUSANNA HERTRICH – Mannheimer Kunstverein

DIE ABHÄNGIGKEIT UNSERES WELTBILDES VON DER LÄNGE UNSERES MOMENTS — SUSANNA HERTRICH 28.10.2018 bis 13.1.2019

Das Kuratorenteam dieser Ausstellung, Hortense Pisano und Martin Stather, zeigt Arbeiten von Susanna Hertrich, deren interdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle zwischen künstlerischer und naturwissenschaftlicher Forschung agieren. Hertrichs Arbeiten sind stets medienübergreifend angelegt. Ein Sujet wird häufig aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht und dargestellt.

Ihre Objekte, Skulpturen, Fotografien, Filme und Videos, Zeichnungen und Illustrationen, die meist in mehrjährigen künstlerischen Forschungsprozessen entstanden sind, spielen mit der Idee einer kybernetischen Mensch- Maschine Verschmelzung und sind als Gratwanderung zwischen Wissenschaft und Narration zu verstehen.

 

| susannahertrich.com

metropolkultur logo

Sammlung Prinzhorn – Ausstellung: Extraordinaire!

Unbekannte Werke aus psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz um 1900 zeit die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg vom 11. Oktober 2018 bis zum 20. Januar 2019.

Das künstlerische Schaffen von Anstaltsinsassen um 1900 stößt zunehmend auf öffentliches Interesse, dabei ist bis heute nur ein kleiner Teil der damals entstandenen Werke gesichtet. In einem beispielhaften Projekt der Zürcher Hochschule der Künste wurden von 2006 bis 2014, gefördert durch den Schweizer Nationalfonds, die Sammlungen und Krankenakten von 18 kantonalen Anstalten aus der Zeit um 1900 nach Patientenwerken durchsucht. Eine Wanderausstellung zeigt nun eine Auswahl der neu entdeckten Werke und gibt Einblick in weitere Facetten eines ungewöhnlichen Kunstschaffens.

Die Patienten und Patientinnen schufen ihre Werke mit Hingabe und mit großer technischer sowie künstlerischer Kompetenz. Sie verstanden sie als Beitrag zum öffentlichen Leben, als Erfindung oder Ausdruck ihrer Gedanken, als Kritik an der Anstalt oder Bereicherung im eintönigen Alltag. Ihre Kunst ist von Aushandlungen darüber geprägt, was als „nicht normal“ galt und von ihrem Ausschluss aus der Öffentlichkeit.

Die Ausstellung ist anschließend vom 9. Februar bis 19. Mai 2019 im Kunstmuseum Thun und vom 8. Juni bis 18. August 2019 im LENTOS Kunstmuseum in Linz zu sehen. Es erscheint ein Katalog in Deutsch und Englisch.

| Sammlung Prinzhorn

metropolkultur logo