Kunsthalle Mannheim eröffnet ab 1. Juni 2018 – Ausstellung Jeff Wall

Kunsthalle Mannheim Neubau

Zur großen Wiedereröffnung des Kunstmuseums Kunsthalle Mannheim überrascht das Kuratorenteam mit vier grandiosen Ausstellungen und einer Neuinszenierung der international renommierten Sammlung. Die erste große Sonderausstellung ist dem kanadischen Konzept- und Fotokünstler Jeff Wall gewidmet.
Lichtdurchflutet und urban: Im Herzen Mannheims steht der derzeit größte Neubau eines Kunstmuseums in Deutschland. Rund 70 Millionen Euro investierten private Mäzene, die Stadt Mannheim und Stiftungen in eine maßgeschneiderte, innovative Architektur.Konzipiert als offene „Stadt in der Stadt“ reklamiert der spektakuläre Gebäudekomplex an Mannheims schönstem Platz das Museum als großstädtisches Element, zieht mit seiner barrierefreien Weiterführung der Straße das Publikum bis ins zentrale Atrium und ermöglicht ein entspanntes Flanieren auch innerhalb der Kunsthalle: zwischen Galerieräumen, Creative Lab, Restaurant, Shop und Schaudepot. Um das 22 Meter hohe Lichtatrium gruppieren sich sieben Ausstellungshäuser, verbunden über Treppen, Brücken und Terrassen. Entworfen wurde der von einem transparenten, bronzefarbenen Metallgewebe eingehüllte Museumsbau vom größten deutschen Architektenbüro gmp – von Gerkan, Marg und Partner.

OFFEN
02. Juni 2018 bis 2020
Eröffnung: 01. Juni 2018, 18 Uhr
Kuratoren: Dr. Ulrike Lorenz mit dem Wissenschaftler-Team der Kunsthalle Mannheim
Neue Werke internationaler Künstler werden in einer einzigartigen Inszenierung Schlüsselwerken der Sammlung gegenübergestellt – von Edouard Manet bis Anselm Kiefer.

(WIEDER-)ENTDECKEN – DIE KUNSTHALLE MANNHEIM 1933 BIS 1945 UND DIE FOLGEN
02. Juni 2018 bis 2020
Eröffnung: 01. Juni 2018, 18 Uhr
Die neue Dauerausstellung zeigt, welche Auswirkungen die NS-Zeit bis heute auf die Kunsthalle, ihre Sammlung sowie auf die Menschen, die mit dem Museum verbunden waren, hat.

ERINNERN. AUS DER GESCHICHTE EINER INSTITUTION
02. Juni 2018 bis 2020
Eröffnung: 01. Juni 2018, 18 Uhr
Die Schau „Erinnern“ lässt Höhepunkte aus der Geschichte des Hauses wie die legendäre Ausstellung „Die Neue Sachlichkeit“ von 1925 wieder aufleben.

GRAPHISCHE SAMMLUNG: CARL KUNTZ
02. Juni bis 02. September 2018
Eröffnung: 01. Juni 2018, 18 Uhr
Der Nachlass des Mannheimer Hofmalers Carl Kuntz (1770-1830) – zu Lebzeiten für seine Grafiken berühmt – begründete die Sammlung der Kunsthalle. Zum Grand Opening wird sein Werk gewürdigt.

JEFF WALL
Appearance

02. Juni bis 09. September 2018
Eröffnung: 01. Juni 2018, 18 Uhr
Die mit internationalen Leihgaben bestückte Sonderausstellung, ermöglicht einen neuen Blick auf bisher selten gezeigte Arbeiten des Fotokünstlers Jeff Wall.

| Kunsthalle Mannheim

Mainz: „unART“ – Jürgen Oddo Blumberg (1942-2017) – 18.3.-2.6.2018

Der Mainzer Künstler Jürgen Blumberg, genannt Oddo, starb im Juni 2017. Eine kleine Hommage, kuratiert von Günter Minas, zeigt Ausschnitte aus seinem reichhaltigen Werk, in dem er vor allem dem Prinzip der Assemblage folgte: Mit wenigen Zutaten und Kombinationen wurden Alltagsgegenstände zu Kunstobjekten, die humorvoll, aber mit Tiefgang politische, künstlerische oder sprachkritische Gedanken vermitteln.

Laufzeit der Ausstellung: 18. 04. Bis 2. 06. 2018
Öffnungszeiten: MO-FR 8-18 Uhr, SA 9-14 Uhr
Sonn- und Feiertags geschlossen

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 18. 04. 2018, 19 Uhr
Rathaus-Galerie Mainz

Gegen das Vergessen: [laut] Die Welt hören – Berlin 22.3.-16.9.2018

Laut die Welt hören - Humboldt Forum Berlin Ausstellung

Der Arab Fund for Arts and Culture (AFAC) unterstützt den Beitrag der Beiruter AMAR Foundation zur Ausstellung „[laut] Die Welt hören“, die vom 22. März bis 16. September 2018 in der Humboldt-Box in Berlin zu erleben ist. Unter dem Titel „Gegen das Vergessen“ präsentiert die Stiftung für die Dokumentation und Erforschung arabischer Musik heute nahezu vergessene Aufnahmen klassischer arabischer Musik aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie zeitgenössische Videos, die jene musikalische Traditionen von Minderheiten dokumentieren, die der Verdrängung durch Mainstream-Bewegungen ausgesetzt sind.

Anfang des 20. Jahrhunderts erweiterten westliche Plattenfirmen wie die Berliner Beka oder die englische Grammophon ihren Markt auf den arabischen Raum und stellten so, gemeinsam mit levantinischen Tonstudios, die Aufzeichnung und Verbreitung klassischer arabischer Musik sicher. Als sich in den 1930er Jahren die arabische Musik grundlegend wandelte, gerieten diese frühen Aufnahmen in Vergessenheit. Einem ähnlichen Phänomen ist heute die Musik arabischer Minderheiten unterworfen, die von Unruhe und Krieg in den letzten Jahren besonders betroffen sind. Um sie zu erhalten, werden die jahrhundertelang bewahrten und von Generation zu Generation oral überlieferten musikalischen Traditionen von AMAR dokumentiert und archiviert.

Die Stiftung AMAR hat im Jahr 2009 begonnen, Aufnahmen klassischer arabischer Musik aus dem frühen 20. Jahrhundert zu digitalisieren und damit einer zeitgenössischen Zuhörerschaft wieder zugänglich zu machen. Mithilfe von Videoaufzeichnungen werden die gefährdeten oralen Traditionen ethnischer wie religiöser Minderheiten im arabischen Raum festgehalten, um das musikalische Erbe zu wahren. Beispiele aus beiden Bereiche – Tonaufzeichnungen wie Videos – werden im Rahmen der Ausstellung „[laut] Die Welt hören“ in Berlin in sieben Installationen präsentiert:

Eine Installation ist den Aufnahmen des als „Caruso des Ostens“ berühmten Ägypters Yusuf al-Mayalawi (1847-1911) gewidmet, die zu den frühesten Tondokumenten eines arabischen Sängers gehören. Weitere Installationen präsentieren westliche wie arabische Plattenfirmen als Bewahrer der Musik der Nahda-Bewegung, Dokumentationen von Sufi-Gesängen aus Anlass der Begehung des Geburtstages des Propheten Mohammed und koptische Feiergesänge im Kloster der Heiligen Maria auf dem Berg Dronka, der angeblich letzten Station der heiligen Familie während ihrer Flucht aus Ägypten. Darüber hinaus zeigen gesammelte Videodokumente die musikalischen Traditionen der im Irak verfolgten Kawliyah und der Djezrawi, einer Gemeinschaft aus kurdischen, jessidischen, armenischen und assyrischen Flüchtlingen, sowie letzte orale Überlieferungen des bis heute bewahrten, aber im Verschwinden begriffenen Al Hilali-Epos.

„Gegen das Vergessen“ ist Teil der von der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss organisierten Ausstellung „[laut] Die Welt hören“, die mit dem Berliner Phonogramm-Archiv und dem Lautarchiv zwei Institutionen zusammen bringt, die für ihre Tonaufnahmen aus aller Welt berühmt sind. Die Ausstellung – ergänzt um Klänge aus der renommierten AMAR Foundation (Beirut) – lässt die Faszination dieser Aufnahmen erlebbar werden und befragt zugleich die komplexen Zusammenhänge, die sich in den Archiven verdichten: die Techniken wie die Ziele der Aufzeichnung; die Bedingungen, unter denen Sprachen und Musik eingefangen wurden; die Entstehung eines Weltmusikmarktes und die Begegnungen von Klängen und Kulturen. Leitend ist die vielleicht brisanteste Frage, entstanden mit der neuen Technik selbst: Wem gehört der Klang?

Das Phonogramm-Archiv des Ethnologischen Museums, Staatliche Museen zu Berlin, und das Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin werden ab 2019 im Humboldt Forum zugänglich sein.

Träger der Ausstellung „[laut] Die Welt hören“ ist die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Zusammenarbeit mit dem Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Kulturprojekte Berlin mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin sowie mit der AMAR Foundation in Beirut und mit Unterstützung des Arab Fund for Arts and Culture.

„[laut] Die Welt hören“
22. März bis 16. September 2018
Humboldt-Box, Schlossplatz 5, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt frei

| www.humboldtforum.com