Der Duft der Bilder – Werke der colección olorVISUAL, Barcelona in den Opelvillen Rüsselsheim

19. September 2018 bis 6. Januar 2019

ederico Herrero / o.T. (Hecho en casa de Uci Canal Grande), 2006
Courtesy of the artist and Sies + Höke, Düsseldorf

Der in Barcelona beheimatete Ernesto Ventós Omedes ist von Beruf Parfümeur und begann vor vierzig Jahren eine Sammlung zeitgenössischer Kunst nach einem persönlichen Leitfaden aufzubauen: Für Ventós duften Kunstwerke. Damit ist nicht der tatsächliche Geruch eines Werkes gemeint, sondern dass für ihn beim Betrachten eines Werks davon eine Erinnerung an einen besonderen Duft ausgehen kann. Es entstand eine Sammlung internationaler Fotografie-, Objekt- und Videokunst mit dem Ziel, Menschen mithilfe der Kunst das Riechen zu lehren und zugleich Kunst durch eine Duftnote verständlicher zu machen. Dafür entwickelte Ventós für jedes seiner erworbenen Kunstwerke eine eigene Essenz.

Die Ausstellung lädt nicht nur zum Betrachten ein, sondern auch zum Schnuppern. Lassen Sie sich vom »Duft der Bilder« locken und von zeitgenössischer Kunst neu begeistern.

Werke von:
Pep Agut ● Richard Aldrich ● Javier Arce ● Iván Argote ● Art & Language ● Miquel Barceló ● Bianca Beck ● Jordi Benito ● Chakaia Booker ● Max Brand ● Brian Bress ● Joan Brossa ● James Brown ● Stefan Brüggemann ● Peter Buggenhout ● Jacobo Castellano ● Eduardo Chillida ● Christo ● Constantino Ciervo ● Hannah Collins ● Diego Delas ● Equipo 57 ● Esther Ferrer ● Federico Herrero ● Rebecca Horn ● Alex Jasch ● Michael Joo ● Guillermo Kuitca ● Antoni Llena ● Tony Matelli ● Bjarne Melgaard ● Duane Michals ● Jonathan Monk & David Shrigley ● Moris (Israel Meza Moreno) ● David Nash ● Ernesto Neto ● Jean Michel Othoniel ● Carlos Pazos ● Guillermo Pfaff ● Albert Ràfols-Casamada ● Andrei Roiter ● Ruth Root ● Hiraki Sawa ● Sean Scully ● Jessica Stockholder ● Antoni Tàpies ● Wolfgang Tillmans ● Ángel Vergara ● Pieter Vermeersch ● Christoph Weber ● James Welling

Kuratorin: Dr. Beate Kemfert, Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim

In Kooperation mit: colección olorVISUAL, Barcelona

Katalog zur Ausstellung: Der Duft der Bilder  – Werke der colección olorVISUAL, Barcelonaherausgegeben von Beate Kemfert, Annett Reckert und colección olorVISUAL, Format 165 x 235 cm, ca. 160 Seiten, 83 Abbildungen, Texte Deutsch/Englisch/Spanisch, September 2018, ISBN 978-3-00-060206-1

Ernst Ludwig Kirchner – Die unbekannte Sammlung, Staatsgalerie Stuttgart 29.6. bis 21.10.2018

Anlässlich des 80. Todesjahrs von Ernst Ludwig Kirchner (1880 – 1938) widmet die Staatsgalerie Stuttgart dem großen Expressionisten eine umfassende Ausstellung mit Gemälden, Skulpturen vor allem aber mit dem bedeutenden Bestand des Museums an Papierarbeiten.

Die Graphische Sammlung beherbergt den großen Schatz von 82 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner, dem Mitbegründer der »Künstlergemeinschaft Brücke«. Badende, Tänzerinnen, Kokotten sowie Davoser Alpenlandschaften treffen aufeinander und zeigen die thematische und stilistische Vielseitigkeit dieses, im Leben wie im Werk, zwiespältigen Künstlers. Kirchners Druckgraphik kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Die einzelnen Blätter existieren meist nur in wenigen von ihm selbst gedruckten Abzügen.

Alle für unser Museum bereits in den 1920er-Jahren erworbenen Druckgraphiken Kirchners wurden 1937 als »entartet« beschlagnahmt, so dass der Aufbau der Kirchner-Sammlung erst nach dem Zweiten Weltkrieg beginnen konnte: Neben diversen Ankäufen und Geschenken von 1947 an bis in die 1970er-Jahre war es vor allem das Konvolut von 143 Zeichnungen und Druckgraphiken, das 1957 in die Sammlung kam und dessen Herkunft mit »Sammlung Dr. Gervais, Zürich/Lyon« angegeben wurde. Diese Provenienz blieb lange ein Rätsel. Unser mittlerweile abgeschlossenes Forschungsprojekt dazu hat gezeigt, dass alle Blätter aus dem Nachlass des Künstlers bzw. seiner Witwe Erna Kirchner (1884 – 1945) stammen, und dass die »Sammlung Gervais« offenbar eine Erfindung des Kirchner-Schülers Christian Laely (1913 – 1992) war, um Werke trotz Vermögenssperre nach Deutschland verkaufen zu können.

 

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Heidelberger Frühling 25.3. – 29.4.17

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»in der fremde«

Der Heidelberger Frühling soll 2017 ein Ort sein, an dem das jeweils Eigene und das Fremde sich finden und an dem ein neues »Wir« erfahrbar wird: über Wissen, Hörerfahrungen und gemeinsame kulturelle Erlebnisräume. Ein Begegnungsort der Kulturen, eine Plattform für Musik, die stets das Neue, das »Andere« in sich trägt – hier nicht als Exotismus, sondern als Begegnung auf Augenhöhe verstanden –, ein Treffpunkt für alle Neugierigen, die mehr wissen wollen über das gemeinsame und doch so unterschiedliche »Grundbedürfnis Musik«.

| Heidelberger Frühling