Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung 2020 ausgeschrieben

Die Heinrich-Vetter-Stiftung lobt gemeinsam mit der Stadt Mannheim zum achten Mal den „Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung“ aus. Er wird 2020 in den Sparten Fotografie und Video vergeben. Die Heinrich-Vetter-Stiftung und die Stadt Mannheim möchten mit dem Preis einen deutlichen Impuls für die Kunstförderung geben. Ziel ist es, professionelle Künstlerinnen und Künstler mit einem deutlichen Bezug zu Mannheim und der Metropolregion zu unterstützen.

Der Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung wird alle zwei Jahre durch eine Jury vergeben. Er besteht aus einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, einer Katalogförderung in Höhe von 5.000 Euro und einer Ausstellung in PORT25 – Raum für Gegenwartskunst. Die Jury behält sich vor, den Preis in einen Haupt- und einen Förderpreis zu teilen. Förderpreisträgerinnen und -trägern steht die erneute Bewerbung auf den Kunstpreis offen.

Teilnahmekriterien

  • Teilnahmeberechtigt sind Bildende Künstlerinnen und Künstler, die in der Metropolregion Rhein-Neckar wohnen und dort ihren Lebensmittelpunkt haben, oder in der Metropolregion ein Studium absolvierten und hier abschlossen.
  • Die Bewerberinnen und Bewerber müssen nachweisen, dass sie zum Zeitpunkt der Bewerbung seit mindestens fünf Jahren professionell im Bereich der Bildenden Kunst arbeiten. Der Nachweis erfolgt durch einen Lebenslauf mit mindestens fünfjähriger kontinuierlicher Ausstellungstätigkeit oder dem Nachweis eines abgeschlossenen Studiums der Bildenden Kunst mit anschließender mindestens dreijähriger durchgehender Ausstellungstätigkeit.

Eine Altersgrenze für die Bewerbung gibt es nicht.

Für das Jahr 2020 wird der Preis für die Sparten Fotografie und Video 
ausgeschrieben.

Bewerbung und Anmeldung

Die Bewerbung erfolgt für fotografische Positionen unter Vorlage von mindestens 3, maximal 10 Prints pro Arbeit/Serie. Maximal können 3 Serien eingereicht werden. Eine Beschreibung der Arbeit/Serie (maximal 20 Zeilen) ist beizufügen. Die Prints müssen mit dem Namen des Künstlers /der Künstlerin, den Titeln der Arbeit, ihren Entstehungsjahren, Technik und Maßen beschriftet sein. Die eingereichten Arbeiten dürfen nicht älter als 5 Jahre sein. Zusätzlich können Kataloge eingereicht werden.

Die Bewerbung für Videokünstler und Videokünstlerinnen erfolgt durch Einreichen einer DVD mit max. 3 Videoarbeiten und einer max. Gesamtlänge von insgesamt 10 Minuten. Eine Beschreibung der Videoarbeit (maximal 20 Zeilen) ist beizufügen. Zusätzlich können Kataloge eingereicht werden. Die eingereichten Arbeiten dürfen nicht älter als 5 Jahre sein.

Der Bewerbung ist ein tabellarischer Lebenslauf mit Angaben zur Ausbildung und zu den bisherigen Ausstellungen bis zum Umfang von maximal zwei DIN A 4 Seiten beizufügen.
Eine Bewerbung per E-Mail ist nicht möglich.

Bewerbungsfrist gilt ab sofort bis zum 6. Januar 2020.

Bewerbungsadresse

Kulturamt Mannheim
Kennwort: Kunstpreis 2020 
E 4, 6 68159 Mannheim

Sondermann Gala 2019 – Auszeichnungen für Nicolas Mahler und Stefanie Sargnagel – Photos

Sondermann heißt ein nach Bernd Pfarrs Figur benannter Preis für Komische Kunst, der seit 2004 im Rahmen der Buchmesse Frankfurt vergeben wurde und seit dem Jahr 2012 vom Sondermann Verein allein.

Der Sondermann wird alljährlich in zwei Kategorien verliehen: Der Hauptpreis ist mit 5000 Euro dotiert und richtet sich an etablierte Vertreter der Komischen Kunst. Der Newcomer-Preis soll Nachwuchstalente fördern und ist mit 2000 Euro dotiert. Es werden Zeichner und Autoren gleichermaßen gefördert.

Bilder der Sondermann Gala 2019

Im Jahr 2019 wurde der Zeicher Nicolas Mahler mit dem Hauptpreis ausgezeichnet, der Nachwuchspreis ging an Stefanie Sprengnagel (Stefanie Sargnagel). Ein kurzweiliger österreichischer Abend, bei dem am Ende leider die Mozartkugelwürfe ins Publikum vergessen wurden. Vergessen wurden? Vielleicht war es Absicht, und der Vereinsvorstand schlägt sich den Rest des Jahres den Bauch damit voll.

Sondermann?

Sondermann ist die bekannteste Figur des Cartoonisten und Zeichners Bernd Pfarr – ein unscheinbarer Buchhalter, in dessen Firma und Privatleben jedoch die ungeheuerlichsten Dinge geschehen: Da wird Nashornpaste verspeist und ein Kühlschrank gezüchtigt, müssen Rinderpuzzles gelöst und Tapeten gestreichelt werden…

Der Sondermann e.V. möchte das Andenken Sondermanns und Bernd Pfarrs erhalten sowie die zeitgenössische Komische Kunst fördern. Dazu verleiht der Verein jährlich den Bernd-Pfarr-Sondermann für Komische Kunst.

| Sondermann Verein
| Website Nicolas Mahler
| Website Stefanie Sargnagel
| Bernd Pfarr

Jaimie Branch - Photo: Schindelbeck

AKUT Festival 2019 in Mainz, 15.-16.11.

Das AKUT Festival in Mainz existiert seit 1987 und wird veranstaltet vom Verein upart e.V. . Stilistisch bewegt es sich im Bereich von „Zeitgenössisch“ bis „Avantgarde“. Im Jahr 2019 findet das zweitägige Fesitval wie gewohn im Frankfurter Hof in Mainz statt.

Akut Festival 2019 – Das Programm

Freitag, 15. November 2019 ab 19:00 Uhr

Gilbert Paeffgen Trio (CH, D)

Claude Meier: Acoustic Bass
Raphael Loher: Piano
Gilbert Paeffgen: Drums/Hackbrett

Klaviertrios gibt es im Jazz fast wie Sand am mehr. Es gibt sehr, sehr viele sentimentale Trios. Und es gibt sehr, sehr viele trendige Trios. Und dann gibt es noch ein paar wenige wirklich einzigartige Trios: Sie besetzten eine sehr kleine Nische innerhalb einer sehr großen Nische.
In dieser sehr kleinen Nische bewegt sich seit gut einem Vierteljahrhundert auch der Schlagzeuger Gilbert Paeffgen.

Weil er die meisten seiner Trio-Stücke auf seinem Zweitinstrument, dem Hackbrett, komponiert, unterscheiden sich diese Stücke deutlich vom „courant normal“ des Klaviertrio-Jazz; kommt hinzu, dass Paeffgen das Hackbrett auch im Trio ab und zu auf hypnotische Weise zum Einsatz bringt. Die Stücke Paeffgens oszilleren auf faszinierende Weise zwischen folkloristischer Eingängigkeit und modernistischer Abstraktion – und lassen sich letztlich keinem Genre eindeutig zuordnen. Mit anderen Worten: Sie sind vieldeutig und facettenreich.
Paeffgen agiert als gleichermaßen sensibler und impulsiver „Primus inter pares“.
Er prägt den wunderbar transparenten Bandsound nicht nur durch sein außerordentlich feinnerviges und vielfarbiges Schlagzeugspiel, sondern natürlich auch durch die hypnotischen Tonkaskaden, die er dem Hackbrett entlockt – nicht selten verschmelzen Klavier und Hackbrett zu irisierenden Klangflächen.

Hier sind weltoffene Musiker am Werk, in deren Schaffen sich Forschungsdrang und Formbewusstsein die Waage halten. Mit Raphael Loher am Piano sowie dem Bassisten Claude Meier hat er zwei Musiker dabei, die mit Klarheit und Überblick für einen Schwebezustand zwischen Trance und Traum und Tanz sorgen. Weit entfernt von weltlichen Großstädten heißt Sie dieses Trio in seinem Universum zwischen Humus und Tau mit poetischem Schwung willkommen.

Elliot Galvin Trio (UK)

Tom McCredie: Double Bass
Elliot Galvin: Piano
Corrie Dick: Drums

Mit dem Elliot Galvin Trio tauchen wir ein in die aufstrebende Jazzszene Großbritanniens.
Galvin wurde bereits während des Studiums am renommierten Trinity College of Music mit Django Bates verglichen, einem der wichtigsten Masterminds des zeitgenössischen englischen Jazz. Mit ihm hat der blitzsaubere Pianist und Komponist einen gewissen Hang zum Eklektizismus gemeinsam.

Dieser macht weder vor klassischen Bezügen, Blues oder Marschrhythmen, noch vor sakral anmutenden Stimmungen oder freejazzartigen Ausbrüchen Halt. Galvins pianistische und kompositorische Intelligenz ist gepaart mit Spielwitz, politischem Bewusstsein und einem respektvoll-respektlosen Umgang mit der Tradition. Mit Kreativität, Humor und verrückten Ideen steht das Trio für eine junge Generation von Jazzmusikern die sich ungeniert am übervollen Buffet aller Stile und Nicht-Stile bedient und daraus eine eigene Ästhetik formt.
Elliot Galvin Trio

Tin Men & The Telephone (BG, NL, UK)

Tony Roe: Piano
Pat Cleaver: Bass
Bobby Petrov: Drums

Spannend wird es, wenn Tin Men & The Telephone das Publikum interaktiv bei ihren Live Jazz-Electronics und Videos teilhaben lässt. Mit der Hilfe einer extra für die Liveshows programmierten App und den Smartphones der Konzertbesucher kann das Publikum das Konzertprogramm nicht nur beeinflussen, sondern auch Teil davon werden.
Diese Multimedia-Performances sind absolut sensationell! TM&T schillern in den unterschiedlichsten Farben. Sie sind Hip-Hop Crew, Balkankapelle, Kammermusikensemble, urbane Jazzer, die kompromiss-, aber niemals humorlos knallhart Konventionsmauern einreißen.

Augenzwinkernd verwandeln sie in ihren multimedialen Shows Alltagsgeräusche in Klangwelten oder lassen das Publikum zu zeitgenössischer klassischer Musik mit dem Kopf nicken. In einer einzigartigen Mischung aus Musik, Projektion und Technologie erweitert das Tin Men-Trio das Vokabular improvisierter Musik und kommuniziert auf allen Sinnesebenen.

Samstag, 16. November 2019 ab 19:00 Uhr

Zur Schönen Aussicht (D)

Samstag, 16. November 2019 ab 19:00 Uhr

Paul Berberich: Saxophone
Joachim Wespel: Guitar
Florian Lauer: Drums

Mit Zur Schönen Aussicht kommen drei junge Musiker der „Dresdner Schule“ zu uns; Baby Sommer schaut ihnen dabei keck über die Schulter. Mit traumwandlerischer Sicherheit spielen sie ihren fetten Trio-Sound. Dabei geht es mit rasant wechselnden Tempi und überraschender Dynamik über Schleichwege, Panorama-Promenaden und Parcours.

Als Zuhörer staunt man und wird mitgerissen in eine Klangwelt voller Kuriositäten. Eine hoch konzentrierte, spannungsgeladene und zugleich entspannte Musiziersituation, deren Energie sich mitteilt und den kunstvollen Balanceakt der Drei zwischen durchkomponierten Themen und improvisatorischer Interpretation auf das nächste Level hebt, voll Leidenschaft, mit Fantasie und – natürlich – jenem handwerklichen Können, welches das Musizieren auf diesem hohen Niveau erst möglich macht.

Mia Dyberg Trio (DK, AT)

Mia Dyberg: Saxophone
Asger Thomsen: Double Bass
Rudi Fischerlehner: Drums

Mit dem Mia Dyberg Trio kommt eine junge, aufregende Altsaxophonistin nach Mainz, die mit ihren zwei Begleitern einen unvergesslichen und zum Nachdenken anregenden freien Jazz erschafft. Beeinflusst vom Beatautor William S. Burroughs, dem schonungsloser Erzähler, bringt das Trio seine Inspiration auf den Punkt und ist in Bezug auf Klarheit eindeutig. Die geschickte Phrasierung und Tonflexibilität der Saxophonistin drücken eine Vielzahl von Stimmungen und Texturen deutlich aus, und ihre melodische Vorstellungskraft sorgt dafür, dass jede Geste emotional bewegt.

Mit reaktionsschnellen Interaktion und einer ausdrucksstarken Spielweise liefert das Trio ein beeindruckendes Feeling. Die Stücke fangen die nachdenkliche Melancholie ein, die man erleben kann, wenn ein langer Abend Spaß macht. In dieser Freilaufmusik ist klar, dass Dyberg, während sie der Vergangenheit zustimmend zunickt, unerschütterlich in die Zukunft blickt.

Jaimie Branch „Fly Or Die“ (USA)

Jaimie Branch: Trumpet
Lester St.Louis: Cello
Jason Ajemian: Bass
Chad Taylor: Drums

Zum Abschluss spielt die Band Fly Or Die der Trompeterin Jaimie Branch. Bis vor einiger Zeit noch ein Geheimtipp, so galt sie beim letztjährigen Jazzfest in Berlin als die Entdeckung.
Ursprünglich im Punk und Grunge verwurzelt, fand sie mit Ornette Colemans Album „The Shape of Jazz to Come“, mit dem Trompeter Don Cherry ihren Zugang zum Jazz.
Durch den Rückhalt in der Freejazzszene Chicagos, insbesondere Fred Anderson, entwickelte sie ihren eigenen Stil. Mit der unkonventionellen Besetzung Trompete, Cello, Bass und Schlagzeug trumpft ihr Quartett nun mit einem exquisiten, akustisch geprägten Klangbild auf.
Klar konturierte Melodien, die den Ausgangspunkt für bisweilen eruptive Durchführungen und Fortschreibungen bilden, mit feinem Gespür für Spieldramaturgie, Dynamik und Klanggestaltung. Fly or Die, entweder – oder. „Im Jazz ist alles möglich“, sagt sie.

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